Im Anfangsstadium der Arthrose treten zumeist noch keine Beschwerden auf, obwohl bereits eine Abnutzung des Gelenkknorpels besteht. Da der Betroffene jedoch keine Schmerzen verspührt, sucht er keinen Arzt auf, so dass keine Diagnose gestellt werden kann. Je früher jedoch eine Arthrose erkannt wird, desto besser kann späteren Beschwerden vorgebeugt werden. Deshalb werden insbesondere dann, wenn in der Familie schon einmal eine Arthroseerkrankung vorkam, präventive Maßnahmen empfohlen. Als sinnvoll gilt dabei die Einnahme von hochdosiertem Vitamin E mit 500-1000 I.E. aus der Apotheke. Treten in einem späteren Stadium dann Schmerzen auf, wird zunächst eine Schmerzbehandlung durchgeführt. Anschließend folgt eine nebenwirkungsarme längerfristige medikamentöse Therapie, die von physiotherapeutischen Maßnahmen unterstützt wird.
Je nach Beschwerdebild können Krankengymnastik oder Muskeltraining sowie physikalische Therapie (z.B. Massagen, Wärme- Kältebehandlung, Elektrotherapie in Form von Interferenzstrombehandlung, Transkutaner Elektrischer Nervenstimulation TENS, Kurz- bzw. Mikrowellen- und Ultraschallbehandlung) den Gelenk-Muskel-Apparat kräftigen und dadurch die Gelenkbeweglichkeit verbessern. Im Rahmen der Alternativen Medizin werden auch Akupunktur, Magnetfeldtherapie und Pulsierende Signaltherapie (PST) zur Behandlung der Arthrose eingesetzt.
Medikamente sind zwar nicht in der Lage die Ursachen der Arthrose zu beseitigen, sind aber geeignet, akute Schübe zu verkürzen, und Schmerzen zu nehmen. Die gängigen Standards der medikamentösen Therapie von Arthrose sind schmerzlindernde und entzündungshemmende Arzneimittel, wie die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR).
Hierzu zählen Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen, Prixocam etc. Auch wenn diese rezeptfrei erhältlich sind, sollten sie nie längere Zeit auf eigene Faust und ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, da schwere Magen-Darm-Beschwerden auftreten können.
Eine neuere Wirkstoffklasse sind die sog. COX-2-Hemmer, die als magenverträglich gelten und nur ein- bis zweimal täglich eingenommen werden müssen. Diese bergen jedoch nicht zu vernachlässigende Risiken für das Herz-Kreislauf-System, so dass ihre Einnahme gut bedacht sein sollte. In besonders schweren Fällen kann es auch nötig sein, das stark entzündungshemmend wirkende Kortison direkt in das betroffene Gelenk zu spritzen (intraartikuläre Injektion).
Beim Gelenkersatz werden die zerstörten Gelenkanteile entfernt und durch künstliche Gelenkteile beziehungsweise ganze Gelenke (Endoprothesen) ersetzt. Die Erfolgschancen der Operation variieren aber in Abhängigkeit des versorgten Gelenkes. Obwohl sie aus hochwertigsten Materialien wie Titan gefertigt sind, halten auch künstliche Gelenke nicht ewig. Aus diesem Grund versucht man vor allem bei jungen Arthrosepatienten, den operativen Gelenkersatz so lange wie möglich hinaus zu zögern.
Nun konnten finnische Forscher in einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung Erstaunliches zeigen: Die Haltbarkeit der Endoprothesen steigt, wenn die Behandelten bereits älter waren.
Damit bestätigen die Wissenschaftler, was die meisten Mediziner ihren Patienten raten – den operativen Eingriff so lang wie möglich hinaus zu zögern. Oberstes Gebot also, den Krankheitsverlauf von Arthrose mit einer Reihe von therapeutischen Maßnahmen zu verlangsamen. Dazu zählt Abnehmen, regelmäßige belastungsarme Bewegung und das Hemmen der Entzündungsprozesse im Gelenk, z.B. mit geeigneten Weidenrinden-Präparaten aus der Apotheke, um den weiteren Knorpelverfall zu bekämpfen.