Gelenk-Lexikon AC-Arthrose

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A



    AC-Arthrose
    Arthrose im Schultereckgelenk, dem sogenannten AC-Gelenk, welches vom äußeren Schlüsselbein-Ende und dem inneren Teil des Schulterdaches gebildet wird.


    adipös / Adipositas
    Zumeist im Sinne von „fettleibig“ benutzt. Adipositas ist dementsprechend Fettleibigkeit bzw. Fettsucht.


    Ätiologie
    Bezeichnung für die Lehre von Krankheitsursachen, wobei versucht wird, sämtliche Faktoren, die zu einer gegebenen Krankheit geführt haben, zu ermitteln.


    AHB
    Abkürzung für ‚Anschlussheilbehandlung’, die sich an eine Operation oder Krankenhausbehandlung anschließt.


    Analgetika
    Schmerzlindernde Mittel in Form von Medikamenten.


    AOTR
    Abkürzung für ‚Ambulante Orthopädisch/Traumatologische Rehabilitation’


    Arthritis
    Sogenanntes ‚Entzündungsrheuma’ (auch rheumatoide Arthritis, chronische Polyarthritis). Gelenkerkrankung infolge einer Entzündung der Gelenke durch fehlgeleitetes Immunsystem. Arthritis macht sich durch Schmerzen, Schwellung und Überwärmung bemerkbar und sollte nicht mit Arthrose (‚Verschleißrheuma’) verwechselt werden.


    Arthrofibrose
    Krankhafte Bildung von Gewebe im Gelenk. Kann zu starken Bewegungseinschränkungen führen.


    Arthrose
    Sogenanntes „Verschleißrheuma“. Gelenkerkrankung infolge verschleißbedingter Abnutzung des Gelenkknorpels. Im Verlauf der Erkrankung kann es auch zu entzündlichen Prozessen kommen.


    Arthroskopie
    ‚Gelenkspiegelung’. Dabei werden mit einem speziellen Gerät (‚Arthroskop’) der Gelenkinnenraum betrachtet und zum Teil minimal invasive Operationen durchgeführt.


    Autoimmun-Erkrankungen
    Erkrankungen, bei denen das Immunsystem fehlgeleitet wird und körpereigenes, gesundes Gewebe angreift. Beispiele für häufige Autoimmunerkrankungen sind Diabetes Typ I, Multiple Sklerose und rheumatoide Arthritis (‚Entzündungsrheuma’).

B



    Bakerzyste
    Ausstülpung der hinteren Kniegelenks-Kapsel, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkung führen kann.


    Bechterewsche Krankheit
    Rheumatische (entzündliche) Erkrankung der Wirbelsäule und ihrer benachbarter Gelenke.


    Balneo-Therapie
    Behandlungsform mit Wasser aus Heilquellen, welches sich durch einen hohen Grad an gelösten Stoffen wie Mineralstoffen, Kohlensäure, Sole, Schwefel und radioaktiven Elementen auszeichnet.


    Bouchard-Arthrose
    Arthrose (‚Verschleißrheuma’) der Fingermittelgelenke.

C



    Capsula articularis
    Lateinisch für Gelenkkapsel. Bindegewebige Hülle, die die mit Gelenkflüssigkeit ausgefüllte Gelenkhöhle umschließt. Die Gelenkkapsel besteht aus zwei Schichten. Die äußere Schicht wird aus straffem Bindegewebe gebildet, welche durch Bänder zusätzlich verstärkt ist, die im Ansatzbereich der Gelenkkapsel in die Knochenhaut übergehen. Die inneren Anteile sind in der Lage, die Gelenkflüssigkeit zu produzieren.


    cP
    Abkürzung für ‚chronische Polyarthritis’, auch ‚rheumatoide Arthritis’ genannt (Entzündungsrheuma). Von der chronischen Polyarthritis können alle Gelenke des Körpers befallen werden. Dabei kommt es zu Entzündungen und fortschreitender Zerstörung.


    Chirotherapie
    ‚Einrenken’ von Wirbelkörpern bei Beschwerden der Wirbelsäule.


    Chondron
    Lateinisch für Knorpel.


    Chondrozyten
    Einzelne, in die Knorpelsubstanz eingelagerte Zellen, die für den Aufbau und Erhalt der Knorpelsubstanz sorgen.


    Clavicula
    Lateinisch für Schlüsselbein.


    Computertomographie (Abkürzung ‚CT’)
    Diagnose-Verfahren, bei dem schichtweise Aufnahmen des zu untersuchenden Körperteils (auch Weichteile) mit Hilfe von Röntgenstrahlen gemacht und mit Unterstützung eines Computers zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt werden.


    Cortison
    Auch Cortisol. Hormon, welches vom Körper in der Nebennierenrinde gebildet wird und unter anderem antientzündliche und immunsuppressive Wirkung hat.


    Coxarthrose
    Arthrose (‚Verschleißrheuma’) des Hüftgelenks.


    Cubitalarthrose
    Arthrose (‚Verschleißrheuma’) des Ellenbogengelenks.

D



    Diskus
    Griechisch für Bandscheibe.


    Dorsal
    Lateinisch für ‚zum Rücken hin gelegen’.


    Dysplasie
    Griechisch für Fehlbildung.

E



    Endoskop
    Instrument zur Untersuchung und operativen Behandlung von Körperinnenräumen wie Gelenken.


    Entzündung
    Entzündungen sind Reaktionen des Körpers gegen verschiedenartige Reize. Zumeist gehen sie mit Rötung (lat. rubor), Schwellung (lat. tumor), Überwärmung (lat. calor), Schmerz (dolor) und eingeschränkter Funktion einher und zeichnen sich durch hohe Aktivität des Immunsystems aus. Überschießende (schädliche) Immunantworten können bei Gelenkbeschwerden mit hoch dosiertem Vitamin E gut in den Griff bekommen werden. Zusätzlich hilft Kältetherapie. Mediziner benennen Entzündungen nach dem betroffenen Organ und der Endsilbe –tis (z.B. Arthritis).


    Epiphyse
    Knochenwachstumsfuge. Bei Jugendlichen zwischen dem 9. und 15. Lebensjahr kann es zur Epiphysenlösung kommen, zumeist löst sich der Hüftkopf vom Schenkelhals.


    Erguss
    Ein Erguss ist eine Flüssigkeitsansammlung in einem Körperhohlraum, z.B. Gelenkerguss. Er kann durch Bandagieren, Hochlagern, Entlastung und gegebenfalls Salben zurück gebildet werden. Bei größeren Ansammlungen muss manchmal die Flüssigkeit mittels Spritze entfernt werden (‚Punktion’).

F



    Fango
    Italienisch für Schlamm. Kommt in erwärmter Form zur Durchblutungsförderung der Muskulatur und Lösung von Verspannungen zum Einsatz.


    Femur
    Lateinisch für Oberschenkelknochen.


    Fibromyalgie
    Chronische Erkrankung des Gelenk- und Bewegungsapparats mit Beteiligung des Stoffwechsels. Geht mit Schmerzen in allen Körperbereichen v.a. unter Belastung, außerdem allgemeiner Schwäche, Konzentrations- und Schlafstörungen und weiteren Symptomen einher.


    Fibula
    Lateinisch für Wadenbein.


    Freie Radikale
    Aggressive, chemisch sehr reaktive Moleküle. Sie spielen bei einer Vielzahl biologischer Prozesse und Stoffwechselvorgänge eine wichtige Rolle, können aber auch schwere Zell- und Gewebeschäden hervorrufen. Da der Schutz vor der Wirkung freier Radikale lebensnotwendig ist, besitzt der Körper wirksame Abwehr- und Reparaturmechanismen, an denen unter anderem auch Vitamin E beteiligt ist.


    Frozen Shoulder
    Englisch für ‚eingefrorene Schulter’. Gemeint ist eine Schulterversteifung nach Schonhaltung durch Schmerzen im Schulterbereich. Da die Versteifung der Schulter schon nach kurzer Zeit droht, ist bei Schulterbeschwerden eine sofortige ärztliche Behandlung dringend empfohlen.

G



    Gonarthrose
    Arthrose (‚Verschleißrheuma’) des Kniegelenks.

H



    Hallux rigidus
    Arthrose (‚Verschleißrheuma’) des Großzehengrundgelenks. Die Versteifung des Gelenks behindert das Abrollen des Fußes, welches durch Schuhzurichtungen gemildert wird.


    HD
    Abkürzung für Hüft-Dysplasie, also Fehlstellung oder Fehlbildung der Hüfte.


    Heberden-Arthrose
    Arthrose an den Fingerendgelenken. Frauen sind etwa zehn Mal so häufig betroffen, wobei die Krankheit wahrscheinlich vererbt wird. Zumeist geht die Krankheit mit dem Befall weiterer Gelenke, vor allem der Fingermittel- und Daumensattelgelenke einher.


    Humerus
    Lateinisch für Oberarmknochen.


    HWS
    Abkürzung für ‚Halswirbelsäule’.


    Hyaluronsäure
    Wichtiger Bestandteil des Bindegewebes mit vielen Funktionen. So wirkt Hyaluronsäure als Wasserspeicher und ist aufgrund ihrer Druckbeständigkeit in den Gallertkernen der Bandscheiben zu finden. Außerdem ist Hyaluronsäure als Schmiermittel Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synovia).

I



    Iliosakralgelenk (‚ISG’)
    Auch ‚Darm-Kreuzbein-Gelenk’. Das sich im Beckenring befindliche Gelenk stellt die Verbindung zwischen Bein und Rumpf her und überträgt die gesamte Last des Rumpfes auf die Beine. Es ist wenig beweglich und hat entscheidende Bedeutung für die Gesamtkörperhaltung.


    Immunsystem
    Körpereigenes System zur Abwehr von Gefahren von außen (wie Bakterien, Viren, Pilzen, Fremdstoffen) und von innen (entartete Krebszellen, abgestorbenes Gewebe). Das Immunsystem ist wesentlicher Akteur bei Entzündungsprozessen und kann bei überschießender Reaktion körpereigene Zellen schädigen.


    Indikation
    Lateinisch für ‚anzeigen’. Grund für die Durchführung einer medizinischen Untersuchung oder Behandlungsmaßnahme.


    Isometrische Übungen
    Bewirken auf schonende Art einen Muskelaufbau, indem die Muskulatur an- und wieder entspannt wird.

K



    Kaudal
    Lateinisch für ‚zum Schwanz hin gelegen’. Beim aufrecht stehenden Menschen also die Bezeichnung für ‚unten’.


    Kernspintomographie
    Bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers. Computer können einzelne Schnittbilder zu einem dreidimensionalen Bild zusammen fügen, so dass oft eine sehr gute Beurteilung der Organe und Organveränderungen möglich wird. Kernspintomographie nutzt magnetische Felder, keine Röntgenstrahlen. Wird auch als Magnetresonanztomographie (MRT) bezeichnet.


    KG
    Abkürzung für Krankengymnastik.


    Knorpel
    Elastisches Stützgewebe, welches von teilungsunfähigen Zellen, den Chondrozyten, gebildet wird. Je nach Zusammensetzung der zwischen den Zellen gelegenen Substanz unterscheidet man hyalinen Knorpel (beispielsweise als Gelenkknorpel), elastischen Knorpel (beispielsweise in der Ohrmuschel) und Faserknorpel (vor allem in den Bandscheiben).


    Konsolenbildung
    Wulstartige Knochenvorsprünge am Rand der Kniegelenkflächen zumeist infolge von Arthrose.


    Kontraindikation
    Gegensatz zu Indikation (auch ‚Gegenanzeige’). Situation, in dem eine medizinische Maßnahme nicht durchgeführt werden darf.


    Kollagen
    Bildet als strukturgebendes Eiweiß den Hauptbestandteil des Bindegewebes (auch ‚extrazelluläre Matrix’). Im menschlichen Körper ist Kollagen mit über 30 Prozent am Gesamtgewicht aller Eiweiße (Proteine) das verbreiteste Eiweiß. Es ist Bestandteil von Knochen, Zähnen, Sehnen, Bändern und Haut. Kollagenfasern besitzen eine hohe Zugfestigkeit und Dehnbarkeit.


    Konservativ
    Konservative Behandlungen sind alle nicht operativen Therapien wie medikamentöse, physikalische oder Bewegungstherapien.


    Kranial
    Lateinisch für ‚zum Schädel hin’. Beim Menschen also die Bezeichnung für ‚oben’.

L



    Lateral
    Lateinisch für seitlich.


    Leukozyten
    Weiße Blutkörperchen. Wichtige Abwehrzellen des Immunsystems.


    Luxation
    Lateinisch für verrenken. Eine durch Verrenken oder Auskugeln schwere Schädigung des Gelenks.


    LWK
    Abkürzung für ‚Lendenwirbelkörper’.


    Lymphdrainage
    Spezielle Massage entlang der Lymphbahnen, um im Gewebe sich anstauende Flüssigkeit besser abfließen zu lassen. Diese nur von ausgebildeten Krankengymnasten durchgeführte Therapie soll beispielsweise helfen, Schwellungen schneller abklingen zu lassen.


    LWS
    Abkürzung für ‚Lendenwirbelsäule’.

M



    Magnetresonanztomographie
    s. auch Kernspintomographie


    Medial
    Lateinisch für ‚zur Mitte hin gelegen’. Beispielsweise ist damit die innere Seite eines Gelenks gemeint.


    Meniskus
    Scheiben- beziehungsweise ringförmiger Knorpel des Kniegelenks, der etwa 45 Prozent des Körpergewichts trägt. Nach Verlust des Meniskus beispielsweise nach Sportverletzung steigt das Risiko einer sich später entwickelnden Arthrose (‚Verschleißrheuma’).


    Morbus Perthes
    Krankhafte Knorpel- und Knochenbildungsstörung am Hüftkopf im Kindesalter (zwischen dem dritten und 12. Lebensjahr). Die Ursache ist eine Durchblutungsstörung (Ischämie) und das Absterben (Nekrose) von Knochengewebe im Hüftkopf.


    Morbus Scheuermann
    Wachstumsstörung der jugendlichen Wirbelsäule mit zumeist schmerzhafter Fehlhaltung. Es handelt sich um eine Knorpel-Knochenerkrankung (Osteochondrose), die Jungen etwa vier bis fünf Mal häufiger betrifft als Mädchen.

N



    Nekrose
    Griechisch für Absterben. Bezeichnet häufig den Untergang von ganzen Gewebearealen wie bei der Hüftkopfnekrose das Absterben des Hüftkopfes aus unbekannter Ursache.


    Nicht steroidale Antirheumatika
    s. auch NSAR


    NSAR
    Abkürzung für ‚nicht steroidale Antirheumatika’. Entzündungshemmende Schmerzmittel, die zusätzlich in unterschiedlichem Ausmaß Fieber senken und das Verklumpen von Blutplättchen verhindern können. Es handelt sich um ähnlich wirkende Substanzen wie Acetylsalicylsäure (ASS). ‚Nicht steroidal’ bedeutet, dass sie sich nicht vom Cortison ableiten. Ihre schmerz- und entzündungshemmende Wirkung entfaltet sich innerhalb von Stunden. Herkömmliche NSAR können schwerwiegende Magen-Darm-Probleme verursachen. Die neueren NSAR (‚COX-2-Hemmer’) sind seit 1999 auf dem Markt. Sie wirken wesentlich selektiver, können aber gemäß aktuellerer Untersuchungen bei längerer Einnahme zu einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko führen.

O



    Omarthrose
    Arthrose (‚Verschleißrheuma’) des Schultergelenks zwischen Oberarmkopf und Schulterblatt.


    Orthopädie
    Medizinische Disziplin, die sich mit Erkrankungen des Bewegungsapparates, also der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen beschäftigt.


    Orthese
    Hilfsmittel, welches als Stützmittel außen am Körper getragen wird. Dazu zählen unter anderem Stützkorsetts, Halskrausen, spezielle Schuhe und Einlagen.


    Ossifikation
    Bildung von Knochengewebe im Wachstum, nach Brüchen oder bei krankhafter Verknöcherung. Auch Osteogenese genannt.


    Osteoarthritis
    Aus dem Englischen abgeleiteter, etwas irreführender Begriff für Arthrose (‚Verschleißrheuma’).


    Osteochondrose
    Sammelbegriff für Erkrankungen der unter dem Gelenkknorpel liegenden Knochenzone unter Beteiligung der Gelenkknorpel. Beispiele sind ‚Osteochondrosis dissecans’, ‚Morbus Scheuermann’ und ‚Morbus Perthes’.


    Osteodensitometrie
    Knochendichtemessung, bei der der Mineralgehalt der Knochen an bestimmten Stellen wie Unterarm und Wirbelkörper gemessen wird.


    Osteophyten
    Wulstartige Knochenvorsprünge am Rand der Gelenkflächen zumeist bei von Arthrose betroffenen Gelenken. Dies ist ein in der Regel wenig erfolgreicher Versuch des Körpers, die Auflagefläche des kranken Gelenks zu verbreitern und damit den Auflagedruck zu mindern. Am Knie spricht man von ‚Konsolenbildung’, an der Wirbelsäule werden sie ‚Spondylophyten’ genannt.


    Osteotomie
    Operative Durchtrennung eines Knochens, um Fehlstellungen auszugleichen.

P



    Patella
    Lateinisch für Kniescheibe.


    Patella-Lateralisation
    Seitliche Fehlstellung der Kniescheibe, bei der es zur Schädigung der Knorpelflächen auf Oberschenkelknochen und Kniescheibe kommen kann. Eine Ursache kann ein zu schwacher Muskel an der Kniescheiben-Innenseite (‚musculus vastus medialis’) sein.


    Pathogenese
    Die Entstehung und Entwicklung von krankhaften Störungen, Defekten und sonstigen Veränderungen.


    Periost
    Lateinisch für Knochenhaut. Bindegewebsschicht, welche die Knochen umgibt und Blut- und Nervenfasern enthält, so dass sie – und nicht die Knochen selbst – äußerst schmerzempfindlich ist.


    Perkutan
    Lateinisch für ‚durch die Haut hindurch’.


    Physikalische Therapie
    Teilgebiet der Physiotherapie, die Behandlungsformen mit physikalischen Reizen zusammenfasst. Dazu zählen unter anderem Wärme- und Kälteanwendungen, Lichttherapien, Anwendungen mit Wasser und Heilwasser und Massagen.


    Physiotherapie
    Äußerliche Anwendung von Heilmitteln. Anwendungen sind beispielsweise Krankengymnastik, Massagen, Wärme- und Kältetherapien, Rückenschule und Bewegungsbäder.


    Polyarthrose
    ‚Verschleißrheuma’ mit mehreren betroffenen Gelenken.


    Polyarthritis
    ‚Entzündungsrheuma’ mit mehreren betroffenen Gelenken.


    Pridiebohrung
    Anbohrung von Knorpeldefekten, um die darunter liegende Knochenschicht zu durchbrechen und das Einsprossen von Blutgefäßen und damit die Regeneration des Gewebes durch Ersatzknorpel zu ermöglichen.


    Progredient
    Fortschreitend; bei einer Krankheit zunehmende Verschlimmerung.


    Prophylaxe
    Griechisch für Vorbeugung. Ähnlich wie Prävention sämtliche Maßnahmen, die das Auftreten von Krankheiten und Komplikationen verhindern sollen.


    Prothese
    Künstlicher Ersatz eines Körperteils.


    Protrusio
    Bandscheibenvorfall.


    Proximal
    Lateinisch für ‚zum Körper hin gelegen oder verlaufend’. Zum Beispiel ist der Hüftkopfteil des Oberschenkelknochens der proximale Teil des Knochens, weil er zum Körper hin gelegen ist.


    Psoriasisarthritis
    Chronisch verlaufende Entzündung mehrerer Gelenke im Zusammenhang mit einer Schuppenflechte (‚Psoriasis’).


    Punktion
    Entnahme von Flüssigkeit aus einer Körperhöhle (zum Beispiel Gelenkkapsel) mit Hilfe einer Kanüle. Zu diagnostischen Zwecken und um Entlastung von Ergüssen zu gewährleisten.


    Pcarthrose
    PC Arthrose ist schlecht für Bill Gates.

R



    Radius
    Lateinisch für Speichenknochen. Auch als Speiche bezeichneter, daumenwärts gelegener Knochen des Unterarms.


    Remission
    Vorübergehende oder dauerhafte Rückbildung von Krankheitszeichen.


    Reposition
    Einrenkung eines Gelenks.


    Resektion
    Operative Entfernung von Gewebe.


    Rezidiv
    Lateinisch für Rückfall. Rezidive treten vor allem bei Krebs, aber auch bei Entzündungen und Infekten auf.


    Rheuma
    Sammelbegriff für einen Formenkreis von etwa 450 Einzelerkrankungen. Man unterscheidet vier Hauptgruppen: 1. Degenerative, verschleißbedingte Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. Arthrose, Bandscheibenschaden), 2. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, systemischer Lupus erythematodes) infolge von Autoimmun-Prozessen, 3. Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden (z.B. Gicht) und 4. Weichteilrheumatismus (z.B. Fibromyalgie).


    Rhizarthrose
    Arthrose (‚Verschleißrheuma’) der Daumensattelgelenke.

S



    Sklerose
    Verhärtung von Organen oder Gewebe durch Vermehrung des Bindegewebes. Ursache ist oft eine Gewebsschädigung durch Entzündungen, Durchblutungsstörungen und Verschleiß. Außerdem sind Autoimmunerkrankungen ein Grund für Sklerosen.


    Spondylarthrose
    Arthrose (‚Verschleißrheuma’) der Wirbelgelenke.


    Spondylarthropathie
    Entzündung der kleinen Wirbelgelenke.


    Stretching
    Dehnen der Muskeln. Sollte nur nach sportlichen Aktivitäten und nach Anleitung eines Physiotherapeuten durchgeführt werden.


    Subchondralsklerose
    Verdichtung des Knochens (= Sklerose) unterhalb eines geschädigten Knorpels (= sub-chondral). Zumeist eine ausgleichende Reaktion des Körpers auf Verlust der Knorpelsubstanz. Die Subchondralsklerose ist auf dem Röntgenbild häufig als dichte, weiße Knochensubstanz zu sehen.


    Symptom
    Griechisch für Hinweis. Vom Patienten empfundene Beschwerden, die auf eine Krankheit hinweisen.


    Syndrom
    Gleichzeitiges Vorliegen verschiedener Hinweise (Symptome) für eine Krankheit. In der Medizin gibt es häufig den Fall, dass mehrere Symptome regelmäßig in Kombination auftreten, was bei der Diagnose der Krankheit helfen kann.


    Synovia
    Bezeichnung für ‚Gelenkschmiere’. Eine klare, viskose, fadenziehende Flüssigkeit, die von der Innenschicht der Gelenkkapsel gebildet wird und diese ausfüllt. Sie ist für die Ernährung des Gelenkknorpels zuständig, außerdem schmiert sie die Gelenkflächen und hat Stoßdämpferfunktion. Der Flüssigkeitsaustausch und damit die Ernährung des Knorpels wird durch Be- und Entlastung der Gelenke aufrecht erhalten. Bei Ruhigstellung eines Gelenks zum Beispiel wegen Schonhaltung kommt es daher zu Knorpelschäden.


    Systemische Erkrankung
    Erkrankung, die den ganzen Körper erfasst oder sich auf den gesamten Körper auswirkt, wie beispielsweise bestimmte rheumatische Erkrankungen.

T



    TENS
    Abkürzung für ‚Transkutane elektrische Nervenstimulation’. Meist dient diese Form der Therapie mit Reizstrom der Linderung von Schmerzen, aber auch orthopädischer Erkrankungen wie Sehnenscheidenentzündungen oder Arthrosen (‚Verschleißrheuma’). Die bekannteste Spezialform der Reizstromtherapie ist der Herzschrittmacher, der den Herzmuskel stimuliert.


    TEP
    Abkürzung für ‚Total-Endoprothese’, wie beispielsweise ein komplettes künstliches Gelenk.


    Thorakolumbal
    Übergang von Brustwirbelsäule zur Lendenwirbelsäule.


    Thalasso-Therapie
    Griechisch für Meer. Heilende und vorsorgende Behandlung mit Meerwasser.


    Tibia
    Lateinisch für Schienbein.


    Tocopherol
    Chemische Bezeichnung für Vitamin E.


    Triggerpunkt
    Englisch ‚trigger’ für Schalter. Lokal begrenzte Verspannungen der skelettalen Muskulatur, von denen Schmerzen ausgehen können. Triggerpunkt-Therapien haben das Ziel, die Triggerpunkte mit Hilfe von u.a. Akupressur, Physiotherapie, Kältebehandlungen, Schockwellen oder Akupunktur auszuschalten.

U



    Ulna
    Lateinisch für Ellenknochen.

V



    Valgusgonarthrose
    Kniearthrose (‚Gonarthrose’) mit X-Beinigkeit.


    Valgusstellung
    X-Beinigkeit.


    Varusgonarthrose
    Kniearthrose (‚Gonarthrose’) mit O-Beinigkeit.


    Varusstellung
    O-Beinigkeit.


    Vaskularisiert
    Mit Blutgefäßen versorgt.


    Ventral
    Lateinisch für ‚bauchseitig’ beziehungsweise ‚zur Bauchseite hin gelegen’.


    Vitamin E
    Auch ‚Tocopherol’. Lebenswichtiges Vitamin, welches vom Körper nicht selber produziert werden kann und daher mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Vitamin E findet sich vor allem in pflanzlichen Ölen in der RRR-alpha-Tocopherol-Form. Es ist ein fettlösliches Vitamin, das sich aber nicht unkontrolliert im Fettgewebe anreichert, sondern vom Körper ausgeschieden werden kann. Vitamin E schützt als sogenanntes Antioxidans die wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren in den Zellmembranen vor dem Angriff aggressiver freier Radikale. Es wird auch als ‚Gelenkschutzvitamin’ bezeichnet, weil es die bei Arthrose und Arthritis auftretenden Entzündungen im Gelenk mildert und den Knorpel vor dem Angriff freier Radikale schützt.

Z



    Zyste
    Ein durch eine Kapsel abgeschlossener Gewebehohlraum, der aus mehreren Kammern bestehen kann und flüssigkeitsgefüllt ist.