Soweit man heute weiß, führen Verletzung und Aufrauung des Gelenkknorpels durch Abnutzung zur Arthrose. Die Knorpelschicht verliert ihre glänzende und glatte Oberfläche, wird dünner, rau und rissig. Das kann soweit gehen, dass der darunter liegende Knochen blank liegt, d.h. sich eine so genannte Knorpelglatze zeigt. In massiven Fällen kann sogar die gesamte Knorpelschicht abgenutzt werden.
Ist der Knorpel derart geschädigt, so greift der Prozess mit der Zeit auf den Knochen über, d.h. die angrenzende Knochenstruktur verändert sich. Der Gelenkknochen reagiert mit übermäßiger Bildung neuer Knochensubstanz (Knochenwülste). Hierdurch kommt es zu Veränderungen der ursprünglichen Gelenkform.
Der erste Hinweis auf eine Arthrose kann die rasche Ermüdbarkeit eines Gelenkes oder dessen verminderte Belastbarkeit sein. Insbesondere Morgensteifigkeit ist ein wichtiges Anzeichen einer beginnenden Arthrose.
Auch die Art der Schmerzen gibt Anhaltspunkte für eine Arthrose:
Anlauf-/Einlauf-Schmerz
Bewegungs-/Belastungs-Schmerz
Ruhe-Schmerz
Schmerzen sind das Hauptsymptom der Arthrose. Etwa 50% der Betroffenen leiden nicht ständig, sondern 1-2-mal im Monat an Schmerzen. Allerdings halten bei vielen Patienten die Schmerzen auch länger als 6 Monate an. Es ist individuell sehr unterschiedlich, wann der Gelenkverschleiß zu Beschwerden führt und damit zur Krankheit wird. Während der eine zeitlebens völlig beschwerdefrei bleibt, leidet ein anderer schon mit 30 Jahren an arthrosebedingten Gelenkschmerzen.
Auffällig ist auch die große Diskrepanz zwischen den im Röntgenbild erkennbaren Gelenkveränderungen und den tatsächlichen Beschwerden der Patienten. So kann es sein, dass vor allem in der Anfangsphase einer Arthrose die Veränderungen röntgenologisch klar nachweisbar sind, der Patient aber keine Krankheitsanzeichen bemerkt. Man spricht dann von einer ‚ruhenden’ oder ‚stummen’ Arthrose. Der Arzt bezeichnet dies als subklinische bzw. klinisch latente Arthrose.