Anzeichen einer Arthrose

StartbildVor allem nächtliche Entzündungsprozesse belasten die Gelenke und führen zu eingeschränkter Beweglichkeit, Gelenkbeschwerden und steifen Gelenken – die man am nächsten Morgen beim Aufstehen zu spüren bekommt.

Normalerweise dient die nächtliche Ruhephase unserem Körper der Regeneration. Gewebe wird erneuert, Zelltrümmer beseitigt und das Immunsystem ist besonders wachsam. Aus diesem Grund sinkt der Cortisol-Spiegel, ein Hormon, welches das Immunsystem hemmt, in der Nacht ab.

In arthrotisch veränderten Gelenken kann dies jedoch problematisch werden. Denn die körpereigene Abwehr ist stark damit beschäftigt, die Knorpelverschleißprodukte im Gelenk zu entfernen. Bei überschießender Immunantwort werden dann auch gesunde Zellstrukturen angegriffen. Es kommt zu Entzündungen und zu der gefürchteten Verschlechterung der Arthrose.



Gelenke in Gefahr

GelenkeSchmerzen entstehen erst, wenn die nervenreiche Gelenkinnenhaut entzündet ist. Der Knorpelabrieb per se verursacht keine Schmerzen, da im Knorpelgewebe keine schmerzübertragenden Nervenfasern vorhanden sind. Neben der mechanischen Schädigung durch abgeriebene Knorpel- und Knochenpartikel – ähnlich wie „Sand im Getriebe“- werden die Gewebe zusätzlich biochemisch zerstört.

Aus den geschädigten Geweben werden Enzyme und Kalziumkristalle freigesetzt, die das Kollagenfasergerüst nach und nach auflösen. Die hierdurch gereizte Gelenkinnenhaut reagiert mit Schwellung und vermehrter Synoviaproduktion, ein Gelenkerguss entsteht. Im Zuge der Abwehreaktion auf die beschriebenen Vorgänge verändert sich die Gelenkflüssigkeit und enthält zunehmend Entzündungszellen.

In dieser Phase werden auch Botenstoffe (Prostaglandine) freigesetzt, die für die Ausbreitung der Schmerzreaktion verantwortlich sind und zugleich das Entzündungsgeschehen (Schmerz, Schwellung, Erwärmung) in Gang halten.